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Heal the world

… make it a better place, for you and for me and the entire human race. ♫ Es wird wieder Weihnachten. Und wie jedes Jahr um diese Zeit schmettert mein Nachbar Fritz den Michael-Jackson-Schlager täglich über die Thujenhecke. Fritz trällert die nicht ganz untückischen Höhen des Songs mit solcher Hingabe, die selbst den Siebenschläfer im Dachgebälk aus seinem Winterschlaf reißen.

Ob Fritz ein waschechter Idealist oder doch nur ein rührseliger Michael-Jackson-Fan ist, kann ich nicht beurteilen. Fest steht aber: Nie war es einfacher, die Welt jeden Tag ein Stückchen besser zu machen. Für meinen Workshop "Mit Social Media die Welt retten" am 12. Jänner habe ich mit ich den letzten Tagen ein bisschen intensiver mit der Fundraising-Plattform betterplace.org auseinandergesetzt.

Einfach Gutes tun

betterplace.org gibt es seit 2007 und bezeichnet sich selbst als "die wahrscheinlich transparenteste Spendenplattform der Welt". Das Konzept ist bestechend einfach: Die Plattform verbindet Hilfsprojekte mit Spendern, Nutzer können aus über 4.500 Projekten in aller Welt auswählen: von Afghanistan bis Zypern. Im letzten Jahr wurden knapp drei Millionen Euro über betterplace.org lukriert. Sympathischer Bonus der Plattform: 100 Prozent der Spenden gehen in die Projekte. Es werden keine – wie bei Spendenprojekten oft üblich – Verwaltungskosten eingehoben.

Wie betterplace.org trotzdem überleben kann? Die Plattform ist das Vorzeigeprojekt der gemeinnützigen Aktiengesellschaft gut.org. Im letzten Jahr ist es der gut.org gAG laut Geschäftsbericht erstmals gelungen, sich komplett aus laufenden Einnahmen zu finanzieren. Das Geld kommt einerseits aus der Tochtergesellschaft betterplace Solutions GmbH, die mit Medien- und Unternehmenskooperationen positive Ergebnisse erzielt. Andererseits haben Plattformnutzer die Möglichkeit, durch das sogenannte Mitspenden ein Trinkgeld zu zahlen. Zwischenfazit: betterplace.org ist eine tolle Sache, auch für sinnvolle Last-Minute-Geschenke.

Trendreport 2012 – eine Pflichtlektüre

Richtig begeistert hat mich in den letzten Tagen der Trendreport 2012 des angeschlossenen betterplace lab. Das 130-Seiten-Buch von Joanna Breidenbach und Dennis Buchmann beschäftigt sich mit wichtigen Trends im sozialen Sektor und spart nicht mit interessanten Vorzeigebeispielen. Zu einigen der zwölf Kapitel gibt es ausführliche Analysen (Insights) der beiden Autoren. Das Spektrum spannt den Bogen von Transparenz und Partizipation über Open Data und Smartphone-Karten hin zu Online Fundraising und Gamification. Der Trendreport ist ein unverzichtbares Werk für alle, die im Sozialbereich arbeiten. Ich kenne nichts Besseres zu dem Thema.

PS.: Vielleicht schenke ich Fritz einfach einen betterplace-Gutschein zu Weihnachten. ||

Martin Sturmer am 13.12.2012 | Tags: , , , ,

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