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Mediaclub-Blog

In eigener Sache. Mit Senf. Aus dem Block wurde der Weblog. Geht in Ordnung. Mediaclub bloggt. Zu allen brennenden Themen der PR und Online-Kommunikation. 

Die nächste Blase oder ein gutes Geschäft?

18.05.2012

Sagenhafte 104 Milliarden Dollar. Der Börsenwert von Facebook macht stutzig. Der Konzern rund um Mark Zuckerberg gehört damit zu den erfolgreichsten New-Media-Aktien, die je aufgelegt wurden. Und es scheint, die Anleger können nicht genug davon bekommen. Die Sache ist ja charmant. In den Augen vieler kauft man sich die zentrale Kommunikationsplattform der Zukunft. Gerade so, als hätte man in den 70er-Jahren das weltweite Telefonnetz verscherbelt. 

Die heikle Sache mit dem Urheberrecht

23.04.2012

Alles haben, und das gratis? Oder manches bekommen und dafür zahlen? Die öffentliche Debatte läuft im Kern auf diese beiden Fragen hinaus. Überlagert von fallweise peinlichem Halb- und Unwissen, kämpft die eine Seite für die freie Verbreitung von Kunst und Kultur. Die andere will für die Nutzung der Werke Geld verlangen wie bisher und am besten noch mehr. Und wie so oft sehen sich alle im Recht.

Der Fluch des dicken Internet

12.04.2012

Warum das opulenteste Web, das es ja gab, mehr Bürde als Freude bereitet. Vor allem. wenn man gerade aus den sicheren Fängen der Hochzivilisation gefallen ist.

Und sie verschwinden doch

01.03.2012

Die tektonischen Platten verschieben sich. Unverrückbar. Die Medienlandschaft wandelt die Erdspalte des vermutlich größten Umbruchs seit Erfindung des Buchdrucks entlang. Ein Umbruch, der angetan ist, die vermeintlichen Naturgesetze von Zeitung, Fernsehen und Co auf den Kopf zu stellen. Medien sterben demnach nicht aus, sie verändern bloß ihre Funktion und leben anders weiter. Diese Binsenweisheit ist als Riepl'sches Gesetz in die Gehirner abertausender Kommunikationswissenschafter eingegangen. Es sagt nicht mehr, als dass die Zeitungen nicht aussterben, nur weil das Radio kommt. Und der Hörfunk überlebt neben dem Fernseher. Halt anders. Schön. Aber stimmt nicht mehr.

Die Ökonomie des Geschichtenerzählens

08.02.2012

„Große Führungsfiguren sind zuallererst Geschichtenerzähler“. Diese Einsicht stammt nicht von einem realitätsfremden Literaten in postalkoholischer Fabulierlaune. Sie ist dem neuesten Werk von Tomas Sedlacek entnommen. Tschechischer Nationalökonom, Regierungsberater, Universitätsprofessor der Ökonomie, ein Mann der harten Wissenschaften, möchte man meinen. „Die Ökonomie von Gut und Böse“  heißt das Buch, das sich vor allem dadurch auszeichnet, dass es die Wirtschaftswissenschaften ihrer pseudopositivistischen Hartherzigkeit beraubt. Ökonomie als Teil der Menschwerdung. Die Frage der Unternehmenskommunikation streift es nur am Rande.

Die "Marke Österreich" braucht einen Newsroom

02.02.2012

Nächstes Jahr soll die „Marke Österreich“ präsentiert werden. Sieben Agenturen haben sich auf die Ausschreibung des Wirtschaftsministeriums beworben. Ob eine österreichische Agentur zum Zug kommt, darf bezweifelt werden: In der Horizont-Ausgabe vom 20. Jänner stöhnten heimische Branding-Spezialisten über die hohen Anforderungen der Ausschreibung.

Sperrt die Journalistenschulen zu

25.01.2012

Sie schießen aus dem Boden wie die Schwammerl. Zuletzt auch in Österreich. Journalistenschulen. Als Fachhochschulen. Als Akademien. Als Universitätsinstitute. Der Andrang, so scheint es, ist ungebrochen. Menschen lieben die Idee: Wichtig sein, Journalist werden. So schwappt der Hochschulsektor jährlich einige hundert Absolventen auf einen Markt, der nur Eines nicht verträgt: neue Arbeitssuchende. Der Verdrängungswettbewerb führt zu Dumpinglöhnen, die selbst pleitegeiernden Drogerie-Diskontern die Schamesröte ins Gesicht treiben würde. Die zahlen ihren Neueinsteigern allemal mehr als die meisten Medienhäuser des Landes.

Alles retour, oder was?

11.01.2012

Neues Jahr, alte Idee. Schön langsam setzen sich die Gedanken. Social Media, das spricht sich herum, ist ein Schlagwort. Ein sehr erfolgreiches, gewiss. Wie Web 2.0 ist es eine Sprachschöpfung, die nicht so genau weiß, aus welchem Grund sie entstanden ist und was vorher unsocial war. Wie auch immer: Social Media als Strategie, das spricht sich in den hintersten Ecken der noch so bemüht modernen Unternehmen herum, ist ein Phänomen, aber kein Geschäftsfeld. Weil Facebook, Google oder Twitter sind in erster Linie Unternehmen, die Gewinn machen wollen. Für sich selbst. Nicht für andere.

37.000 Euro für die Facebook-Welt

29.12.2011

37.000 Euro. Der österreichische Bundeskanzler hat das Jahresbudget für seinen Facebook-Auftritt herausgerückt. Zwei Mitarbeiter arbeiten, wann immer es die Lage erlaubt oder gebietet, an der Social Media Strategie des Regierungschefs. Werner Faymann mag die Zahlen mal ein Stück nach rechts, dann nach links verschoben haben, ehe er die Summe nach außen gab. Die Größenordnung wird schon stimmen.

Die alten Menschen und die Kinderwägen

23.12.2011

Gut. Dieser Blogpost hat so gut wie nichts mit den neuen und den alten Medien zu tun. Er hat nicht einmal mit Kommunikation zu tun. Es geht, zum ersten Mal seit jemals, um alte Menschen und ihre kleinen Kinder. Die Beobachtung ist einigermaßen neu. Ein Jahr ist sie alt, vielleicht ein halbes. Wer in Wien mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sieht sie immer öfter. Ältere Menschen, meist Frauen, mit Babies in Kinderwägen. Erst heute wieder zwei. Späte Geburt? Enkelbetreuung, weil es allerorts an Kinderbetreuung mangelt?

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