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In eigener Sache. Mit Senf. Aus dem Block wurde der Weblog. Geht in Ordnung. Mediaclub bloggt. Zu allen brennenden Themen der PR und Online-Kommunikation.
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Die nächste Blase oder ein gutes Geschäft?
Sagenhafte 104 Milliarden Dollar. Der Börsenwert von Facebook macht stutzig. Der Konzern rund um Mark Zuckerberg gehört damit zu den erfolgreichsten New-Media-Aktien, die je aufgelegt wurden. Und es scheint, die Anleger können nicht genug davon bekommen. Die Sache ist ja charmant. In den Augen vieler kauft man sich die zentrale Kommunikationsplattform der Zukunft. Gerade so, als hätte man in den 70er-Jahren das weltweite Telefonnetz verscherbelt.
Und sie verschwinden doch
Die tektonischen Platten verschieben sich. Unverrückbar. Die Medienlandschaft wandelt die Erdspalte des vermutlich größten Umbruchs seit Erfindung des Buchdrucks entlang. Ein Umbruch, der angetan ist, die vermeintlichen Naturgesetze von Zeitung, Fernsehen und Co auf den Kopf zu stellen. Medien sterben demnach nicht aus, sie verändern bloß ihre Funktion und leben anders weiter. Diese Binsenweisheit ist als Riepl'sches Gesetz in die Gehirner abertausender Kommunikationswissenschafter eingegangen. Es sagt nicht mehr, als dass die Zeitungen nicht aussterben, nur weil das Radio kommt. Und der Hörfunk überlebt neben dem Fernseher. Halt anders. Schön. Aber stimmt nicht mehr.
"Ich Trottel. Du Freund."
Freundeskreis. Bekanntenkreis. Familienkreis. Und am Ende der Idiotenkreis. Wer auf Google+ sein Netzwerk spinnt, kann Freund wie Feind genial einfach in die richtigen Schubladen stecken. Aus Sicht des Users, der die Einteilung vornimmt, ist das fein. Aus Sicht derer, die hinzugefügt werden, bleibt es verschwommen. "Sie wurden hinzugefügt", sagt das schlaue System, und verrät damit nicht wirklich viel. Wo bin ich denn? Unter den Freunden? Degradiert zum Bekannten? Oder in der Sudelecke mit den anderen Idioten? Google+ ist damit, gewollt oder nicht, auch das optimale Tool der hinterfotzigen Gehässigkeit.
Google+, Facebook und der Lebenszyklus
Läuft Google+ Facebook den Rang ab? Die Frage brennt vielen Nutzern unter den Zehennägeln. Einen interessanten Hinweis gibt der Lebenszyklus von Online Communities. Amy Jo Kim unterscheidet dabei die Rollen von Nutzern in Online Communities in Besucher, Neulinge, Kernmitglieder, Anführer und Älteste. Darauf aufbauend hat Dion Hinchcliffe den unterschiedlichen Rollen bestimmte Handlungsmuster zugewiesen.
Die Karawane zieht weiter. Zieht sie?
Google+ scharrt in den Löchern. Die geschickte Verknappung vor dem Start - jeder will, nicht jeder darf - hat die Community neugierig gemacht. Besser, genauer und erwachsener, soll Google+ sein. Facebook hat schlechte Karten, wie es aussieht. Dazu trägt nicht zuletzt bei, dass der Quasselriese seit geraumer Zeit mit eher unsympathischen Nutzungsbedingungen die eigene Kundschaft vergrämt. Die Freunde aus dem Suchmaschinenbusiness sind zwar kaum sympathischer, aber jedenfalls potenter. Reich genug, um der Konkurrenz aus dem Hause Zuckerberg scharenweise die Quatschköpfe auszuspannen?
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