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Mediaclub-Blog
In eigener Sache. Mit Senf. Aus dem Block wurde der Weblog. Geht in Ordnung. Mediaclub bloggt. Zu allen brennenden Themen der PR und Online-Kommunikation.
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Zukunft Online-PR: Unternehmen werden Nachrichtenagenturen
Spannend. Eine Blogparade zur Zukunft der Online-PR. Ein herzliches Dankeschön an Ed Wohlfahrt, der diese tolle Aktion ins Leben gerufen hat. In den bisherigen Beiträgen tauchen die Buzzwords Content Marketing und Content-Strategie häufig auf. Ich möchte das Content-Thema noch ein bisschen zuspitzen und behaupte: Aus Unternehmen müssen Nachrichtenagenturen werden, wenn sie sich im Kommunikationswettbewerb behaupten wollen.
Von viel und zu viel Kommunikation
Facebook, Twitter, Google+, Webseite, Firmenzeitung, Presseaussendung, Newsletter. Und so weiter. Die Vielfalt der Kanäle nimmt ständig zu. Nicht nur für die Kommunikatoren. Auch für jene, die das alles lesen sollen. Die Aussicht eines durchschnittlich mediengeilen Menschen wird durch immer mehr Medien verstellt. Wer alles liest, was kommt, wird verrückt. Fernsehen, Internet, Mail-Eingang, Tageszeitung, Wochenzeitung, Gratiszeitung. Der Gesamtleseaufwand für alles, was uns täglich erreicht, würde vermutlich mehrere Wochen füllen.
Vorankündigung: Das Sommerloch kommt
So sicher wie der erste Schnee kommt es Jahr für Jahr zum fast gleichen Zeitpunkt: das Sommerloch, Nachrichtenebbe, Ereignisarmut. Und Jahr für Jahr fiebern Heerscharen von Journalisten dem nächsten Hagelunwetter, einer kleinen Provinzposse oder einfach Anfang September entgegen. Zur Not tut's auch die Strandstory vom Bürgermeisterurlaub. Sommerlich. Sommerloch. Armselig.
Die Angst vor der Antwort
Kontrolle bewahren. Klassische Medienarbeit sucht unhinterfragbare Aussagen. Nachrichten, die alleine stehen bleiben können. Ohne Wenn. Ohne Aber. Ohne Antwort. Die Angst vor dem Einwand, einer harschen Replik, vor dem Publikum, verhindert den Dialog. Je offener der Kommunikationskanal, desto größer ist die Gefahr. Klar: Wer Breitseiten austeilt, bekommt Vergleichbares zurück. Die Angst von Institutionen vor dialogorientierter, nicht steuerbarer Kommunikation, ist verständlich. Nicht zuletzt deshalb, weil sie neu ist.
William, Kate und die verseuchte Gurke
EHEC, ausgerechnet. In Gurken. Noch ärger. Die Meldung war falsch, aber gut. Ausgerechnet das harmloseste aller Gemüse, schick im Gesicht, im griechischen Joghurt oder im Salat, sollte den tödlichen Keim tragen. Fieserweise ist die Gurke unkochbar, das heißt, die klassische Bakterientötung durch Erhitzen kommt nicht in Frage. EHEC also mitten im Diätsalat. Bio noch dazu. Ein winzig kleiner Keim hält die Nachrichtenwelt in Atem und die Gurke war für Tage sein unschuldiges Gesicht. An EHEC werden wir uns erinnern. Wie wir Ebola, Rinderwahn und ein paar andere unheimliche Krankheiten nicht vergessen haben.
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