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Ein Kontinent, 54 Staaten: Martin Sturmer, Gründer von afrika.info, begleitet Unternehmen auf ihrem Weg nach Afrika.

Neue Unternehmensberatung für Zielmärkte in Afrika

Salzburg. Afrika gewinnt für die heimische Wirtschaft immer mehr an Bedeutung. Im letzten Jahr wurde bei den Exporten mit 1,72 Mrd. Euro ein neuer Rekord erzielt. Der Afrikanist Dr. Martin Sturmer (44) hat nun seine Nachrichtenagentur afrika.info um das Geschäftsfeld Unternehmensberatung erweitert. Mit dem neuen Angebot möchte er heimischen Betrieben die Chancen Afrikas näher bringen.

Hohes Wirtschaftswachstum, das Entstehen einer Mittelschicht sowie verbesserte Rahmenbedingungen für Investitionen haben den Kontinent in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus von heimischen Unternehmen und Investoren gerückt. "Immer mehr Wirtschaftstreibende betrachten afrikanische Länder als Zukunftsmärkte und planen ein Engagement in Afrika", sagt Martin Sturmer. "Ich unterstütze sie dabei mit maßgeschneiderten Beratungs- und Informationsleistungen. Denn nur die besten Informationen sorgen für 'biashara nzuri', wie Unternehmer in Ostafrika zu 'guten Geschäften'auf Swahili sagen."

Einseitige Berichterstattung

Martin Sturmer hat Afrikanistik in Wien und Dar es Salaam studiert. Im Jahr 2007 hat er die Nachrichtenagentur afrika.info gegründet, die sich seitdem für eine differenzierte Berichterstattung über den Kontinent einsetzt. "Denn was wir in den deutschsprachigen Medien über Afrika erfahren, hat in der Regel nicht viel mit der Realität zu tun", kritisiert Sturmer. "Im medialen Kanon wird der Kontinent bei weitem konfliktreicher und hilfloser dargestellt als er tatsächlich ist, von den teils beachtlichen Fortschritten bekommen wir so gut wie gar nichts mit."

Die einseitige mediale Berichterstattung ist für Sturmer auch ein Grund dafür, dass österreichische Unternehmer Afrika als Hochrisiko-Kontinent wahrnehmen und nur sehr zaghaft Handelsbeziehungen aufbauen bzw. Investitionen tätigen. Um eine realistischere Wahrnehmung des Kontinents zu ermöglichen, hat Sturmer in der Informationsbeschaffung neue Wege beschritten. Die Beiträge von afrika.info stammen nicht von klassischen Auslandskorrespondenten sondern von afrikanischen Journalisten vor Ort. Heute kann Sturmer auf ein Netzwerk von 150 afrikanischen Reportern und Wirtschaftsexperten in fast allen Ländern des Kontinents zurückgreifen.

Diese Informationen aus dem Netzwerk sind zunehmend auch bei Unternehmen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum gefragt. Vor allem die kontinuierliche Marktbeobachtung gehört zu Hauptbetätigungsfeldern von afrika.info. "Thematisch sind dabei vor allem Innovationen in den drei Mega-Trends Urbanisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit gefragt", erklärt Sturmer.

Konsumgüterindustrie setzt auf städtische Ballungsräume

In Afrika schreitet die Urbanisierung stark voran. Mit Lagos, Kinshasa und Kairo gibt es auf dem Kontinent derzeit drei Mega-Cities, also Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern. Bis zum Jahr 2050 werden mit Dar es Salaam, Luanda und Johannesburg drei weitere Mega-Cities dazukommen.

Die urbanen Zentren sind aufgrund ihrer geballten Kaufkraft vor allem für Handelsunternehmen interessant geworden. "Die afrikanischen Städte verändern das Bild es Kontinents rasant", meint Sturmer. "Es gibt moderne Architektur, luxuriöse Wohngegenden und spektakuläre Einkaufstempel. Die Nachfrage nach westlichen Konsumgütern steigt. Es ist daher kein Wunder, dass sich Unternehmen in ihrer Afrika-Strategie eher auf städtische Ballungsräume konzentrieren als auf ganze Länder."

Startups im Vormarsch

Eng mit der Urbanisierung verbunden ist auch die rasch voranschreitende Digitalisierung. In den letzten Jahren sind überall auf dem Kontinent Tech Hubs, Innovation Labs und Coworking Spaces entstanden, die in etlichen Ländern eine vitale Startup-Szene hervorgebracht haben. Vor allem in Nigeria, Südafrika und Kenia wird viel Geld in aufstrebende Jungunternehmen investiert.

Der afrika.info-Gründer führt als Beispiel das kenianische Solar-Startup M-KOPA an, das Technologie und Nachhaltigkeit verbindet. Allein im letzten Jahr hat M-KOPA fast 29 Millionen Euro an Investorengeldern erhalten. Unter den Geldgebern finden sich so prominente Namen wie der frühere US-Vizepräsident Al Gore, Sir Richard Branson oder die AOL-Gründer Jean und Steven Case.

"Der Erfolg von M-KOPA besteht darin, dass es dem Unternehmen gelungen ist, eine Marktlücke mit einer nachhaltigen und enorm praktikablen Lösung zu besetzen", erklärt Sturmer. Vor allem in ländlichen Gebieten in Ostafrika besteht eine Unterversorgung mit Energie. M-KOPA hat leistbaren Solarstrom in mehr als 330.000 Haushalte in Kenia, Tansania und Uganda gebracht. Und täglich kommen nach Angaben des Unternehmens 500 Neukunden dazu. Die Abrechnung erfolgt über das mobile Bezahlsystem M-PESA, das ein klassisches Bankkonto ersetzt und alleine in Kenia mehr als 19 Millionen Kunden zählt.

Online-Gesprächsreihe über afrikanische Zielmärkte

Neben den besten Informationen sind im Afrika-Geschäft vor allem die richtigen Kontakte entscheidend. "Es ist von enormen Vorteil, wenn man in den zugegeben nicht immer ganz einfachen Bedingungen in afrikanischen Zielländern bereits jemanden kennt, der unterstützend eingreifen kann", meint Sturmer.

Der gebürtige Oberösterreicher hat daher die Online-Gesprächsreihe afrika.live ins Leben gerufen, mit denen er interessierte Unternehmer mit wichtigen Personen vor Ort vernetzen will. Nach der Pilotsendung über Nigeria steht am 1. Juni Südafrika im Mittelpunkt von afrika.live. Zu Gast wird der österreichische Wirtschaftsdelegierte Mag. Johannes Brunner sein, der sich live aus Johannesburg zuschalten wird.

Rückfragehinweis

Dr. Martin Sturmer
Tel.: +43 669 11353399
E-Mail: ms@afrika.info

Martin Sturmer am 18.05.2016 | Tags: , , , , , ,